Ostküste Nordamerikas : mit dem Golfstrom und den Bermudas

Hauptsachtitel:
Ostküste Nordamerikas : mit dem Golfstrom und den Bermudas
Format und Umfang:

31,5 x 29,5 cm

1 Manuskriptkarte

Illustrationsangabe:

Tuschezeichnung, Gradnetz mit Bleistift und schwarzer Tusche

Schlagwörter:

Nordamerika / Ostküste ; Nordamerika / Bermudas

Anmerkung:

Mit Gradnetz

Längerer handschriftlicher Eintrag Reichards auf der rechten Seite der Karte. - Mit 1 Nebenkt.: Bermudas

Text rechts unten: Anmerkungen. Die S. Georgs Bank ist in dieser Karte nach des Bunes gezeichnet; aber es lässt sich aus den mit den [sic!] Senkbley gemessenen Tiefen (Soundings) die auf verschiedenen Stellen der Schiffswege auf ihr angemerkt worden, wahrnehmen, dass ihre südliche Seite zu weit nach Süden vorgerückt worden. Von dem Nantucket Shoal an bis zu 40.o Br. findet man keinen Grund (gemessenen Grund?) (there are no Soundings). Die nördl. u. östl. Seite erscheinen genau in ihrer rechten Lage. - Die schattirten Stellen deuten das an, was ich für die gewöhnlichen Sommergrenzen und für die Richtung des Golfstroms bey gutem Wetter halte. Diese Richtung des Golfstr[oms] erstreckt sich von der Südseite der GeorgsBank an gegen das südliche Ende der grossen Bank von NeuFoundland. - Die grüne Linie zeigt den Schiffsweg vom Kön[iglichen] Schiff Resolution an, der den 26. Nov. 1795. zu Halifax anhebt. Indem man Marthas Vineyard d. 3. Dec. 1795 bestimmte, fand man das Schiff gegen 30 (?)“ östl. von D.R. [Delaware River?], welcher, wie ich glaube, dem zuzuschreiben ist, dass das Schiff gegen Südost getrieben worden war, und die Mündung der Fundy Bay verfehlt hatte. Durch eine Mondsdistanz bestimmten wir das Land sehr genau. Der wahre Stand des Schiffes am 28. Dec. Mittags mag etwa 120 (was?) gewesen seyn. - Vom 3. bis 16. März 1795. waren wir im Begriff das Land aufzunehmen; aber durch die unmässige Gewalt des Golfstroms wurden wir auf 214. Leagues verschlagen, ehe wir die Tiefe des Wassers untersuchen konnten; gegen den 13.ten. - Die innere Seite des Golfstroms verändert ihre Lage in diesen Breiten nicht sehr. Aber die Gewalt des Stroms; und seine Lage auf der anderen Seite verändert sich mehr nach der Witterung und den praevalirenden Winden. Im Winter 1794. schien der Strom auf der Nordseite die Oberhand zu gewinnen. Man bemerkte seine grosse Gewalt, und er machte eine hohe und gefährl[iche] See.“ - Quelle, aus welcher Reichard zitiert, unbekannt.

Fußnote:

Mit Gradnetz

Signatur(en):

Nachlaß Reichard, Bl. 351 / 044

Herausgeber:

Unbekannt (s. l.)

Standort:

Naturkundemuseum Gera

Datenquelle:

Kartenportal Thüringen

Datum der Erstellung:
1795